Freitag, 8. Januar 2016

Auf ein Neues.

Das alte Jahr ging etwas sonderbar zu Ende. Zwar stellte sich nach Weihnachten ein Gefühl ein, dass alles jetzt so gut wäre, wie es ist, kein Hasten und Schaffen-Müssen mehr, aber es waren auch andere Dinge beigemischt. Ein unerwarteter und schmerzlicher Abschied war dabei, Sorgen um liebe Menschen und auf einer Reise wie meist das Gefühl, dass ich doch viel lieber zu Hause wäre.
Dieses Gefühl beschleicht mich häufig schon nach wenigen Tagen, wenn ich unterwegs bin. Wahrscheinlich bin ich ein Zuhause-Mensch und bekomme deshalb sehr schnell Heimweh. Es fällt mir schwer, den Gedanken an die Dinge loszulassen, die ich zu Hause erledigen könnte, wenn ich nicht unterwegs wäre. Und die Liste ist ziemlich lang, denn es fehlt mir an Zeit und Muße, mich mal über mehrere Stunden in ein Projekt zu vertiefen und nichts anderes zuzulassen. Um die Rastlosigkeit mal loszuwerden. Aber ich habe mir Besserung vorgenommen. Über die Umsetzung habe ich noch nicht nachgedacht.

Ich konnte etwas beenden:


Und ich habe etwas Neues begonnen:


Bei der winzigen Stickerei merke ich gerade sehr deutlich, dass es Zeit für eine neue Brille wird. Aber mit viel Licht geht es.

In der letzten Woche war es hier sehr kalt, heute nacht fiel dann erstmal Schnee, sogar ziemlich viel für hiesige Verhältnisse. Die erzgebirgische Verwandtschaft würde über die Schneemenge allenfalls müde lächeln, hier sorgen die paar Flocken für Verkehrschaos und den Ausfall der Schulbusse. Meine Kinder waren heute morgen ärgerlich, dass sie keine Buskinder sind. Ich habe sie zur Schule gescheucht.
Der Schnee ist wahrscheinlich auch die Ausrede für unseren Winterdienst, der war nämlich noch nicht da.

Heute Mittag breche ich auf. Es geht auf die Insel. Dienstlich. Damit wir uns ungestört auf die Arbeit konzentrieren können und niemand in Versuchung kommt, früher nach Hause zu wollen. Mal sehen, ob die Fähre ihren Dienst tut oder sich auch auf den Schnee beruft.
Da ich am Sonntag schon wieder zurück komme, kann ich mich auf die Reise sogar freuen. Ist ja nur bis übermorgen.
Außerdem war ich noch nie bewußt länger als ein paar Stunden auf einer Insel. Ich bin gespannt.
Und werde berichten. Allerdings nur mit Schnappschüssen vom Händie, die Kamera bleibt absichtlich zu Hause. Damit ich mit den Augen sehen kann und nicht nur durchs Objektiv.

Ein schönes Wochenende wünscht

die Küstertrine

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