Donnerstag, 28. Januar 2016

Geschäftsidee

Die Kirche zu fegen ist so meditativ, dass ich direkt Kurse dafür anbieten könnte. Es sind sogar Aufbaustufen denkbar.
Für Anfänger: Einfaches Fegen der langen Gänge, einteilbar in Fliesenboden (leicht) und Backsteinboden (schwieriger):


Für Fortgeschrittene wird der Boden mit verschiedenen Materialien ausgestreut, hier: Stroh.:


Bevor die Kollegen unter Euch entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: nein, solche Kurse wird es nicht geben. Der Gedanke kam mir nur heute bei der Arbeit und ich fand ihn amüsant.
Und ich fege auch nicht ständig die Kirche mit dem Besen, nur, wenn da so grobes Zeug rumliegt, dass Festus es absehbar nicht schafft.

 
Da wir eine ziemlich große Krippe haben, gibt es auch immer viel Stroh, und das Zeug ist hartnäckig. Vielleicht finden wir irgendwann mal eine Möglichkeit, die Fugen dauerhaft zu verfüllen, ohne sie zu versiegeln, damit es keine Probleme mit dem Feuchtigkeitshaushalt in Boden und Mauerwerk gibt.


Mein Kollege Festus, unten im Bild, hilft mir immer sehr zuverlässig. Der Besen ist nur im Ausnahmefall dran, damit nicht so viel Staub aufgewirbelt wird, der sich dann wieder auf Schnitzereien, Vorsprünge, Polster und Fenster legt, was er nicht soll. Es staubt so schon genug in einer mittelalterlichen Kirche. Und nein, ich sprenge nicht vorm Fegen, es ist gerade eh feucht genug in der Kirche.


Natürlich macht Festus ziemlich viel Krawall beim Arbeiten, so dass viele Leute neugierig hereinschauen, aber schnell wieder das Weite suchen. Sieht wohl zu sehr nach Mühsal aus. ;-)
Eine Kirche ist eben kein Wohnzimmer.

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