Sonntag, 24. Januar 2016

Wintersonne

Letzten Sonntag, der jetzt auch schon wieder eine ganze Woche her ist, hatten wir schönstes Winterwetter: kalt, Schnee und Sonne. Da bin ich mit der Kamera raus und über unseren riesigen Friedhof gestromert.
Ich mag Friedhöfe sehr, besonders solche, die noch alte, seit vielen Jahren unberührte Ecken haben. Die Atmosphäre gefällt mir, still, feierlich, Geschichten erzählend.





Und wie die Spuren im Schnee beweisen, haben viele vor mir das gute Wetter für einen Spaziergang und einen Besuch auf dem Friedhof genutzt.
Vor vielen Jahren scheint es modern gewesen zu sein, die Gräber auf eine bestimmte Art zu begrenzen, zum einen durch Ketten:


 zum anderen durch Zäune, mitunter ist auch nur ein Tor geblieben:



Die Vielfalt der Steine und die Art der Gestaltung hat sich über viele Jahre sehr verändert. Auf einigen begegnen mir gut bekannte Namen. Auch meine Urgroßmutter war auf diesem Friedhof bestattet, das Grab existiert schon lange nicht mehr. Aber ich weiß noch, wo es war. Mein Urgroßvater war hier Totengräber. Ihn habe ich allerdings nicht mehr kennengelernt.



Irgendwann war ich so durchgefroren, dass ich mich beeilt habe, wieder nach Hause zu kommen. Ein heißer Holunderbeersaft hat mich wieder aufgewärmt.

Ich hab heute im Garten nach dem rechten geschaut. Die im Spätherbst gepflanzte Christrose blüht noch fleißig, alles andere hält noch Winterschlaf. Mal sehen, wie sich das Wetter jetzt entwickelt. Bis wieder Gartenzeit ist, ist hier in der Wohnung mit Pinsel und Farbe noch einiges zu tun. Es bleibt spannend.

1 Kommentar:

  1. "zwischen Backsteingotik und Pfarrgartenromantik" das gefällt mir außerordentlich.
    Ich lese und schaue hier mal weiter mit.
    Liebe Grüße

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